Ein unschlagbares Team
Unternehmensmeldungen - 16.12.2011
Sie werden es vielleicht schon erlebt haben. Wenn man sich wochentags nach Dienstschluss noch im Hause befindet,
kann es sein, dass plötzlich eine freundliche Dame in dunkler Kleidung mit einem Schäferhund in der Tür steht und „Guten Abend“ wünscht.
Zum einen ist dies dann ein untrügliches Zeichen dafür, endlich Feierabend zu machen. Diese Dame taucht nämlich erst nach 20 Uhr auf und dann sollte doch wirklich Schluss sein mit arbeiten. Zum anderen können wir uns gut beschützt fühlen, denn Herrin und Hund sind ein Duo der ganz besonderen Art.
Marianne Steinbach, Mitarbeiterin der Firma Stölting Security, ist gelernte Einzelhandelskauffrau und zurzeit in Rösrath ansässig. Seit März 2011 sorgt sie zusammen mit ihrer Hündin Fada dafür, dass unser Kreishaus in den Abendstunden sicher ist. Montags bis donnerstags von 20 bis 22 Uhr und freitags von 17 bis 19 Uhr macht Frau Steinbach einen Rundgang durch alle Etagen des Gebäudes und überprüft jede Tür, ob diese auch verschlossen ist.
Begleitet wird sie dabei von Fada, einer elf Jahre alten altdeutschen Schäferhundhündin, die ihre Ausbildung zum Wach- und Schutzhund beim hiesigen Polizeihundeverein erhalten hat. Fada (portugiesisch für „Fee, Elfe“) passt nicht nur gut auf ihre Herrin und das Kreishaus auf, sie hat nebenher
auch noch Zeit für „Hobbies“: ihr Faible für alte Fußbälle ist legendär und schwimmen macht ihr ebenfalls großen Spaß. Obwohl noch sehr fit, gehört Fada inzwischen doch zu den Seniorinnen in ihrem Job. Deshalb ist angedacht, ihrmithilfe unserer Polizeiverwaltung bald einen jüngeren Hund an die Seite zu stellen, quasi als Lehrling, der dann langfristig ihren Job übernehmen wird. Fada wird sich dann in den wohlverdienten Ruhestand bei Frau Steinbach
verabschieden.
Die Dienstzeit der beiden Damen ist mit dem Kontrollgang durchs Haus eigentlich völlig ausgefüllt - bei der Menge an Türen, die zu überprüfen sind. Manchmal kommt es jedoch vor, dass der Aufenthalt verlängert werden muss – zum Beispiel dann, wenn sich Jugendliche im Eingangsbereich Wilhelmstraße niederlassen und eine Alkoholparty veranstalten wollen. Dann können Frau Steinbach und Fada auch schon mal energisch werden - was aber letztlich dem
Schutz des Objektes dient.
Es gibt aber auch komische Situationen: So wollte Frau Steinbach in ihrer Anfangszeit einmal die Glastür zum Vorzimmer Landrat/Kreisdirektorin überprüfen, hatte aber nicht bemerkt, dass diese Tür noch offen war. Mit zu viel Schwung öffnete sie die Tür und flog dann wirklich „mit der Tür ins Haus“ und der Kreisdirektorin fast vor die Füße!
Spannend ist auch, welche „Zusatzaufgaben“ Frau Steinbach manchmal während ihres Rundganges mit erledigt: da gilt es, einen Wasserrohrbruch über
dem Infostand zu melden und erste Trocknungsarbeiten zu übernehmen, Kaffeemaschinen oder Radios auszuschalten, Akten vor Wasserschaden zu schützen, weil ein Fenster nicht geschlossen war und das Papier im Regen lag, usw, usw.
Positiv beeindruckt ist Frau Steinbach immer wieder von der Freundlichkeit der Kollegen, die von ihr im Büro „überrascht“ werden. Nach der ersten
Schreck-Sekunde über ihr Erscheinen hat sich schon so manches nette Gespräch ergeben und das – so Frau Steinbach – erlebe sie nicht oft in ihrem
Beruf.
Zum Schluss hat Frau Steinbach aber noch ein persönliches Anliegen an Sie alle:
Bitte schließen Sie Ihre Bürotür ab - und sei der Gang auch noch so kurz, den Sie zu erledigen haben!
Besonders genannt werden müssen in dem Zusammenhang das Versorgungsamt, dieBußgeldstelle, das Gesundheitsamt und das Veterinäramt. Diesen Bereichen rät Frau Steinbach dringend, noch gründlicher auf verschlossene Türen zu achten, schon aus Gründen des Aktenschutzes.
Und bitte schließen Sie Ihre Handtaschen, Handys, etc. immer ein!
Das Team von Kreishaus Spiegel schließt sich diesem Appell an!
Quelle: Kreishaus-Spiegel / Ausgabe Dezember 2012
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